Pferd stirbt nach Zusammenstoß mit Güterzug

Emden (NI) – Ein Pferd ist am Freitagnachmittag in Emden an einem Bahnübergang von einem vorbeifahrenden Güterzug erfasst und getötet worden. Das Tier hatte sich offenbar vor dem Zug erschrocken und sich von seiner Begleitperson losgerissen.


Die Alarmmeldung “Pferd unter Zug” für die Emder Feuerwehr klang zunächst sehr ungewöhnlich. Darauf wurden die hautamtliche Wachbereitschaft sowie die für Bahneinsätze ausgestattete Ortsfeuerwehr Widdelswehr/Petkum in den Stadtteil Borssum entsandt. Vor Ort stellte sich die Lage dann doch etwas anders dar als zunächst angenommen, denn das Pferd war nicht unter einem Zug eingeklemmt. Es hatte zuvor am Bahnübergang derart heftig gescheut, dass seine jugendliche Begleiterin es nicht mehr halten konnte. Aufgeschreckt lief das Ross in den vorbeifahrenden Güterzug und wurde in einen Grünstreifen geschleudert. Die insgesamt 22 Feuerwehrleute sowie Beamte der Bundespolizei konnten dem Tier jedoch nicht mehr helfen. Nach dem Zusammenprall verendete es neben den Gleisen.


Erschienen im Feuerwehr-Magazin 23. Januar 2012



An Bord der Auto- und Personenfähre MS „Ostfriesland“ wurde eine große Sicherheitsübung durchgeführt.

Grundscenario war eine Kollision mit einem entgegenkommenden Autotransporter auf der Ems in Höhe der Knock. Das Schiff war mit  119 Fahrgästen und 9 Personen Besatzung von Emden nach Borkum unterwegs. Bei dem geprobten Ernstfall musste sich die Besatzung zunächst um die Erstversorgung potentieller Verletzter sowie die Sicherung des Schiffes kümmern. Weiterhin sollte in diesem Zusammenhang eine Brandbekämpfung geübt werden. Kapitän Bernd Ramm hatte sich aufgrund des Scenarios schnell dazu entschlossen, die in der Nähe befindliche Landemole Knock anzulaufen, um die Möglichkeit der Hilfe durch Landrettungskräfte zu gewährleisten. Ein Hinzuziehen von externen Rettungskräften wurde durch die sofortige Aufnahme der Kommunikation mit der Revierzentrale der WSA Emden eingeleitet.

Die Rettungskräfte, unter Leitung des Rettungsdienstes der Stadt Emden, steuerten eine schnelle und professionelle Versorgung potentieller Verletzter und deren Evakuierung durch Rettungskräfte von Land aus bei. Weiterhin wurde durch den Aufbau eines mobilen Behandlungsplatzes auf der Landemole Knock eine gute und ausreichende Versorgung gewährleistet.

Der Einsatz des Schiffsbrandbekämpfungstrupps der Feuerwehr Emden sorgte an Bord von MS „OSTFRIESLAND“ für eine schnelle und wirksame Bekämpfung des simulierten Feuers im Bugstrahlraum im vorderen Bereich des Schiffes. Joachim Riese, Pressesprecher der Emder Feuerwehrt erläutert den Einsatz: „Mitwirkende der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Emden waren die Spezialisten der Schiffsbrandbekämpfungsgruppe sowie die Ortsfeuerwehren Widdelswehr/Petkum, Twixlum und Larrelt sowie die IuK- Gruppe  der Emder Feuerwehr. Diese Ortsfeuerwehren werden auch bei einem tatsächlichen Unfall angefordert. Gemeinsam mit dem Rettungsdienst errichten Sie die Behandlungszelte, sorgen für den Transport der Verletzten und halten die Infrastruktur der "Zeltstadt" aufrecht. Zu ihren Aufgaben zählt zum Beispiel auch die Überwachung und Betankung der dort benötigten Aggregate.“

Mit der Einbeziehung des Rettungsbootes „Jan en Titia Visser“  gab es darüber hinaus eine gut funktionierende Schnittstelle mit den niederländischen Rettungseinheiten auf der Ems. Das Rettungsboot, stationiert in Eemshaven, nahm zehn potentielle Verletzte auf und führte sie an der Landemole einer weiteren ärztlichen Versorgung zu. Auch der Rettungskreuzer „Alfried Krupp“ von Borkum war vor Ort, um Hilfe beizusteuern. 

Hintergrund für die Großübung sind die strengen Sicherheitsvorschriftschriften für Fahrgastschiffe an der deutschen Küste. Regelmäßig probt die AG Ems daher im Rahmen von Sicherheitsübungen verschiedene Szenarien, bei denen es um die Messung der Effektivität von Maßnahmen der Schiffsbesatzung und externer Kräfte geht. „Wie wichtig eine gute Zusammenarbeit mit externen Rettungskräften ist, kann man am effizientesten an solch einer komplexen Havarieübung proben. Da kommt es auf eine gute Koordination an, um schnell entsprechende Hilfemaßnahmen einleiten zu können,“ sagt Kapitän Udo Schipper, Qualitäts- und Sicherheitsmanagementbeauftragter der AG Ems, der die Großübung koordiniert hat. „Wir wollen erkennen, wo Schwachpunkte liegen und was wir verbessern können,“ sagt Schipper.

Weiterhin ist die Überprüfung der Kommunikationswege eine wichtige Aufgabe eines solch komplexen Übungsablaufes. Zur Bündelung der Informationen hat die Reederei AG „EMS“ daher am Emder Außenhafen / Borkumkai sofort einen Krisenstab eingerichtet und kompetente Mitarbeiter Krisenbeurteilung an die Landemole Knock geschickt. Dieses Handeln gewährleitstet ein hohes Maß an gesicherten Informationen und Organisation der Maßnahmen vor Ort.
 
„Die Übung hat gezeigt, dass wir als Reederei auf solche Schadensfälle gut vorbereitet sind. Und auch die Schnittstellen mit den weiteren Rettungseinheiten aus dem Bereich der Emsmündung haben gut funktioniert,“ betont Schipper. „Wir freuen uns über die Unterstützung unserer Partner, die an der Übung mitgewirkt haben: WSV/Revierzentrale, WSP, Rettungsdienst Emden, DRK Emden, Schnelleinsatztruppe Transport des LK Leer, DKRS, Feuerwehr Emden, Niederländische Seenotretter (KNRM) mit Rettungsboot „Jan en Titia Visser“, Landeskommando Niedersachsen-Feldwebel für Reservisten Aurich, Reservistenverband Kreisgruppe Ostfriesland-Kreisorganisationsleiter, Havariekommando Cuxhaven mit voraussichtlich einem Beobachter, N-Ports/Hafenkapitän, Polizei / Verkehrsbehörde im Ordnungsamt, Groningen Seaports NL, Rijkswaterstraat NL, Waterpolitie NL, Kustwacht Centrum Den Helder, DGzRS/MRCC Bremen sowie die Besatzung von MS Ostfriesland und die Kollegen an Land,“ bedankt sich Schipper.

 „Dies war die größte Rettungsübung, die Rettungsdienst und Sanitätsdienst in Emden seit Jahren absolviert haben. Aus der Übung konnten umfangreiche Erkenntnisse für den Umgang mit einem sogenannten Massenanfall von Verletzten gesammelt werden.“, so Harald Wiers, Leiter des Rettungsdienstes der Stadt Emden. Insgesamt nahmen rund 330 Personen an der Übung teil, davon stellte der Sanitätsdienst 99, 50 die Feuerwehren und 120 beteiligten sich als Darsteller, davon 75 Reservisten.


Erschienen in einer PM der AG Ems, 12.November 2011



Toter Identifiziert

EMDEN - Der junge Mann, der am Sonnabend in den frühen Morgenstunden auf der Bahnstrecke zwischen Emden und Leer in Höhe des Stadtteils Friesland von einem Regionalexpress überrollt und dabei getötet wurde (die OZ berichtete), ist gestern identifiziert worden. Wie die Polizei der OZ auf Anfrage mitteilte, handelt es sich um einen 18- jährigen aus dem Landkreis Aurich. Nach OZ-Informationen stammte der Mann aus Loppersum. Die Ermittler gehen davon aus, dass er Selbstmord beging.

 

 

Erschienen in der Ostfriesen-Zeitung, 26. Juli 2011



Heftiger Regenfall in Emden: 140 Helfer im Einsatz

fre  Emden. Sinflutartige Regenfälle in Borssum haben am Donnerstagabend die Emder Feuerwehren in Atem gehalten. Keller von Privathäusern liefen voll Wasser. Straßen standen zum Teil bis zu 40 Zentimeter unter Wasser. Straßengräben liefen über. Das berichtete gestern Joachim Riese, Pressesprecher der Emder Stadtfeuerwehr, auf Nachfrage. "80 Einsatzstellen mussten abgearbeitet werden", so Riese. Im Einsatz seien etwa 140 Kräfte aller sieben Emder Ortsfeuerwehren, das Technische Hilfswerk Emden sowie die Ortsfeuerwehr Oldersum gewesen. Um weitere Keller und Hauseingänge vor dem Hochwasser zu schützen sowie das Hochdrücken von Gullydeckeln zu verhindern, seien etwa 250 Sandsäcke verteilt worden. Die ersten Einsatzkräfte seien gegen 18 Uhr ausgerückt, so Riese. Insgesamt habe der Einsatz bis etwa 23.30 Uhr gedauert.

 

 

Erschienen in den Ostfriesischen Nachrichten, 25. Juni 2011



- Kommentar -


JANINE SCHALLER, EZ Redakteurin

zur Atemschutz-Notfallrettungsgruppe der Emder Feuerwehr

Hut ab!


Es ist keine Frage: Jeder, der sich bei der Freiwilligen Feuerwehr engagiert, hat großen Respekt verdient. Und dass gute Ausbildung und Kameradschaft bei diesem Ehrenamt eine besondere Rolle spielen, ist auch keine Neuigkeit. Wie weit das ehrenamtliche Engagement aber unter  Umständen gehen kann, zeigt die Einrichtung des Atemschutz-Rettungstrupps  in Emden aktuell sehr eindrucksvoll.  Neben dem eigenen Interesse und der Bereitschaft, seine Freizeit zu investieren, braucht es unter anderem eines verständnisvollen privaten und beruflichen Umfelds. Um aber im Ernstfall mit klarem Kopf schnell handeln zu können, sind nicht zuletzt starke Nerven gefragt. Der Laie hingegen bekommt unter Umständen schon beim Zugucken Herzklopfen. Das macht bewusst, was die Ehrenamtlichen zu leisten bereit sind. Man kann es eigentlich nicht oft genug sagen: Hut ab!

 

Erschienen in der Emder Zeitung, 14. Februar 2011


Zu wenig nutzen Katastrophenschutzsystem


Emden. Nur ein Prozent der Emder Bürger nutzen das Katastrophenschutzsystem "Katwarn", bemängelte der Stadtbrandmeister Bernd Lenz im Rahmen einer Mitgliederversammlung der Ortsfeuerwehr Widdelswehr/Petkum. Lenz: "Dieses ist vielleicht nicht ein Allheilmittel im Gefahrenfall, um die gesamte Bevölkerung Emdens warnen zu können, aber eine gute Ergänzung zum bestehenden Warnsystem bei einem möglichen Katastrophen- oder Großschadenfall." Das Warnsystem wird seit vergangenem Jahr kostenlos angeboten. Per SMS oder E-Mail wird im Gefahrenfall gewarnt. Dem Nutzer entstehen keine Kosten. Der Verband der öffentlichen Versicherer trägt einen Großteil der Kosten. Auskunft und weitere Informationen unter 87 20 11.

 

Erschienen in der Emder Zeitung, 28 Januar 2011 


Feuerwehr ehrte Thomas Janßen


 

Emden. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde hat die Ortsfeuerwehr Widdelswehr/Petkum den Ersten Hauptfeuerwehrmann Thomas Janßen (Mitte) geehrt. Er blickt auf sein 25-jähriges Dienstjubiläum bei der Ortsfeuerwehr zurück. zahlreiche Kameraden aus der Alters- und Einsatzabteilung waren zur Feierstunde ins Feuerwehrhaus zusammengekommen. Nach der Übergabe der Ehrennadel dankte Ortsbrandmeister Albert Groenhagen (links) dem Jubilar in seiner Rede für die geleistete Arbeit in 25 Dienstjahren. Auch Emdens Stadtbrandmeister Bernd Lenz (rechts) schloss sich den Worten seines Vorredners an und hob die Leistungen Janßens hervor.                                                                                     Bild: privat

 

Erschienen in der Emder Zeitung, 27. Januar 2011


Feuerwehr Widdelswehr/Petkum hat erstmals Frau in ihren Reihen

Versammlung Sina Lübkemann neu in der Einsatzabteilung


                                                                                         Ortsbrandmeister Albert Groenhagen.

Die Mitglieder haben 2010 viel ehrenamtliche Arbeit geleistet. Das hob Ortsbrandmeister Albert Groenhagen hervor.

 

EMDEN - Mehr als 5000 Stunden haben die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Widdelswehr/Petkum im vergangenen Jahr ehrenamtlich gearbeitet. Das erklärte Ortsbrandmeister Albert Groenhagen bei der Jahreshauptversammlung. Er hob den hohen Stellenwert des nicht selbstverständlichen Einsatzes ausdrücklich hervor.

2010 musste die Ortswehr zu 14 Einsätzen ausrücken. Es handelte sich um neun Brände, vier technische Hilfeleistungen und eine Brandnachschau, erinnerte Groenhagen in seinem Bericht. Der Anbau an das Feuerwehrhaus sei fast fertig. Allein hierfür hätten Mitglieder fast 250 Stunden freiwillig gearbeitet.

Groenhagen ging auch noch einmal auf die Benefiz- und Spendenaktion zugunsten krebskranker Kinder im Mai vergangenen Jahres ein. Fünf Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehr, darunter der Emder Stadtbrandmeister Bernd Lenz, sowie fünf Mitglieder der Partnerfeuerwehr Vadersdorf/Gammendorf sind damals mehr als 445 Kilometer mit dem Fahrrad von Emden auf die Ostseeinsel Fehmarn gefahren (die OZ berichtete). Insgesamt kamen dabei 10 500 Euro an Spendengelder zusammen die der Deutschen Krebshilfe e.V./Kinderkrebshilfe überreicht werden konnten.

Positiv war auch, was der Ortsbrandmeister zur Mitgliederzahl berichten konnte. Mit Jan Dieken, Friedrich Nanninga, Eike Siemens und Sina Lübkemann hat die Einsatzabteilung neue Leute gewinnen können. Sina Lübkemann ist die erste Feuerwehrfrau in der 80-jährigen Geschichte der Ortswehr Widdelswehr/Petkum.

Für die neuen Mitglieder mussten zusätzliche Spinde angeschafft und aufgestellt werden, teilte der Pressesprecher Joachim Riese mit. Mit den Zugängen ist die Ortsfeuerwehr auf nun 32 aktive Mitglieder angewachsen. Die Altersabteilung hat unverändert sieben Mitglieder.

Für ihre Treue zur Feuerwehr wurden bei der Jahreshauptversammlung Hermann Goemann, seit 60 Jahren dabei, Jan Hoofdmann (40 Jahre) und Thomas Janßen (25 Jahre) ausgezeichnet.

 

Erschienen in der Ostfriesen-Zeitung, 27. Januar 2011

Erschienen in der Emder Zeitung, 19. Januar 2011 (in redaktionell leicht abgeänderter Form)


SOZIALES Erlös aus dem Gewinnsparen der Raiffeisenbank wurde übergeben


                                                                         Bei der Scheck-Übergabe (von links): Harald Janssen, Miri-

                                                                         am Amelsberg, Bernhard Schoof und Albert Groenhagen.

                                                                                                                                            BILD: PRIVAT


EMDEN - Einen warmen Geldregen gab es für die Ortsfeuerwehr Widdelswehr/Petkum und den Petkumer Bürgerverein. die Raiffeisenbank Moormerland übergab jeweils eine Spende in Höhe von 1000 Euro. Das Geld ist der Erlös aus dem Gewinnsparen der Bank.Ortsbrandmeister Albert Groenhagen und sein Stellvertreter Harald Janssen sowie der 1. Vorsitzende des Petkumer Bürgervereins, Bernhard Schoof, nahmen das Geld entgegen. Für die Freiwillige Feuerwehr und den  Bürgerverein kommt die Finanzspritze wie gerufen: Die Feuerwehr kann damit am Feuerwehrhaus-Anbau in Jarssum weiterarbeiten, und der Bürgerverein kann sich einen Laubsauger leisten.

 

Erschienen in der Ostfriesen-Zeitung, 18. Januar 2011

Erschienen in der Emder Zeitung, 28. Januar 2011 (in redaktionell leicht abgeänderter Form)